Zur Kritik der antiisraelischen Ausstellung „Haft ohne Anklage“ – Kundgebung am 28.06.2013

Die „Studentische Initiative Palästinas in Deutschland Handala Marburg e.V.“ kündigt eine Ausstellung zur Administrativhaft in Israel an. Schützenhilfe leisten Johannes M. Becker, Annette Groth, Felicia Langer, Werner Ruf und Evelyn Hecht-Galinsky.

Das Bündnis gegen Antisemitismus Marburg ruft zu einer Kundgebung gegen diese Manifestation antiisraelischer Hetze auf.

Stoppt die akademische Dämonisierung Israels durch FuK, ESG und Handala Marburg e.V.!

 
Administrativhaft betrifft in Israel etwa 300 Personen. Die nach strikt definierten Richtlinien wegen Schwerverbrechen Inhaftierten haben das Recht, sich von einem Anwalt vertreten zu lassen, und können beim Obersten Gerichtshof Berufung einlegen.

Administrativhaft ist in der europäischen Flüchtlingspolitik Standard. So können in der Schweiz unschuldige Minderjährige bis zu 12 Monate in Administrativhaft genommen werden.

In Gaza haben Islamisten erst letzte Woche wieder ohne Prozess zwei Menschen gehängt, weil sie angeblich mit Israel zusammengearbeitet haben. In den arabischen Staaten leiden palästinensische Araber unter Repressionen, Sondergesetzen, Sondersteuern und rassistischer Diskriminierung. Dazu verliert die Ausstellungsankündigung kein Wort.

Doppelte Standards, Projektivität und Maßlosigkeit sind Erkennungszeichen des Antisemitismus. Ein durchaus disputabler Missstand in der Demokratie Israel dient nur als Anlass, Ressentiments auszuleben.

Kundgebung am Freitag, 28.6., 18:30
Rudolf-Bultmann-Straße 4, 35039 Marburg